Sonnenstich und Co. - Erste Hilfe bei Hitzekrankheiten

Sonnenstich und Co. - Erste Hilfe bei Hitzekrankheiten

Ganz bequem in der Sonne liegen und jetzt im August die Ferien mit der ganzen Familie genießen - was gibt's Schöneres!

Die Sonne im Sommer gehört zu den schönsten Dingen im Jahr - doch die Hitze nimmt den Körper ganz schön mit und zu langes Sonnenbaden kann auch ganz schnell die Laune verderben: Sonnenstich, Sonnenallergie und Flüssigkeitsmangel sind die häufigsten Probleme und können den schönsten Sommertag zu Nichte machen.

Lesen Sie hier, was zu tun ist bei...

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Sonnenstich

Durch direkte und langanhaltende Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf besteht die Gefahr eines Sonnenstichs. Hier werden die Hirnhäute gereizt, schwellen an und drücken auf unser Gehirn. Ein hochroter Kopf, Schwindel, kühle Haut, Kopf- und Nackenschmerzen, Erbrechen oder Durchfall können die Folge sein. In Extremfällen kann es bis hin zum Kollaps oder Tod führen. Besondere Vorsicht gilt hier bei Kleinkindern! Die Haare schützen hier kaum und die Schädeldecke der Kleinen ist noch zu dünn.

Gegenmaßnahmen: Im Anfangsstadium den Betroffenen aus der Sonne bringen. Eventuell kühles Wasser über Arme und Beine laufen lassen. Bei schweren Fällen den Kranken mit erhöhtem Kopf im Schatten lagern, Kopf und Nacken kühlen und gegebenenfalls in die stabile Seitenlage bringen. Bei Bewusstlosigkeit sofort einen Notarzt verständigen.

Hitzschlag

Auch ohne direkte Sonneneinwirkung kann man an einer Hitzekrankheit erkranken, z.B. an Hitzschlag: Wird der Wärmehaushalt im Körper länger durch Wärmeeinfluss gestört und bei Überbelastung der Wärmeregulationssysteme ein Wärmestau produziert, kann es sehr schnell zum Hitzschlag kommen. Auch hier sind ein hochroter Kopf , trockene, heiße Haut, Übelkeit, Kopfschmerzen bis hin zur Verwirrtheit, Fieber bis zu 44 Grad und erhöhter Blutdruck deutliche Zeichen. Ohne Behandlung kann ein Hitzschlag lebensbedrohliche Schockzustände auslösen, die das Gehirn und Organe schädigen und im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

Gegenmaßnahmen: Akut hilft die "Schocklage" mit erhöhten Beinen, danach muss sofort der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden. Am besten eignen sich hier Elektrolytdrinks, da sie den Mineralhaushalt des Körpers ausgleichen. Haben sie keine parat, so kann ersatzweise auch alkoholfreies Bier genutzt werden.

Sonnenallergie

Juckende, rote Pusteln bilden sich, wenn die Haut keine Sonne veträgt. Bei einer Allergie reagiert die Epidermis meist auf die UV-Strahlen. Deshalb sollte man direkte Sonnenbestrahlung und die intensive Mittagssonne von 12 bis 15 Uhr meiden sowie die Haut langsam an die Sonne gewöhnen, vorbeugend Sonnencremes mit hohen Lichtschutzfaktor und UVA und UVB Filter anwenden, gefährdete Körperstellen durch Textilien abdecken und im Ernstfall kühlende Umschläge, kortisonhaltige Cremes oder Antihistaminika einsetzen.

Dicke Füße und Beine

Durch die Hitze kann das Blut im Körper nicht richtig zirkulieren. Vor allem bei Menschen mit Blutdruckproblemen kann das zu geschwollenen Füßen und Beinen führen, da Flüssigkeit aus den Blutgefässen austritt und in das Gewebe fließt.

Gegenmaßnahmen: Wechselduschen sind eine gute präventive Gegenmaßnahme. Sind die Beine geschwollen, hilft kaltes Duschen der Arme und Beine. Auch ein kaltes Fußbad ist ratsam. Ist der Druck sehr hoch, sollten die Beine hochgelegt werden. Wer viel sitzt, sollte außerdem zwei mal in der Stunde aufstehen und sich etwas bewegen, um den Blutkreislauf in Schwung zu bringen.

Was tun bei Sonnenbrand?

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So schön ein Sonnenbad auch ist, ohne Schutz lässt der Sonnenbrand nicht lange auf sich warten. Zu lange UV-Strahlung kann die Haut schädigen. Viele wissen nicht, dass der Sonnenbrand eine Entzündung der Haut ist. Rötung, Schwellung und Schmerzen sind die Folge.

Verursacher eines Sonnenbrandes sind UVB-Strahlen. Besonders Kinder und Menschen mit heller bis sehr heller Haut sind besonders stark gefährdet. Hier gilt: Verwendung eines Sonnenschutzmittels, dass an Ihren Hauttyp angepasst ist! Je heller der Hauttyp, umso höher sollte der UV-Schutz sein!

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Sollte es aber doch einmal zu spät sein, helfen folgende Tipps:

Leichte bis mittlere Verbrennung: Hier helfen Quarkpackungen. Das Produkt am besten mehrfach am Tag mit einem Tuch auf die entsprechenden Stellen legen.

Schwere Verbrennungen: Richtig verbrannte Körperstellen sofort mit handwarmem Wasser übergießen oder in Wasser eintauchen, jedoch maximal zehn Minuten lang. Eventuell mit Kühlgel behandeln. Tipp: Aloe Vera Gel kühlt und wirkt schnell gegen Sonnenbrand, da es sehr viel Feuchtigkeit spendet. Es sollte allerdings möglichst rein sein.  

 

 

Quellen: Gesundheit_Aktuell |  Pflanzen Lexikon

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