Schulanfang, ein Kinderspiel: Checkliste für den Start

Schulanfang, ein Kinderspiel: Checkliste für den Start

Schulanfang

Der erste Schultag ist eine bleibende Erinnerung für das ganze Leben. Damit dieses einschneidende Erlebnis auch in schöner Erinnerung bleibt, können Eltern ihr Kind auf die Einschulung vorbereiten. Diese Checkliste für den Schulanfang hilft, an alles zu denken.

Die Tage sind gezählt: Nach den Sommerferien steht das neue Schuljahr ins Haus und damit für viele Erstklässler der erste Schultag. Dass der Schulanfang ein besonders einschneidendes Ereignis im Leben eines Kindes ist, wissen wir alle aus eigener Erfahrung. Denn wer erinnert sich nicht auch noch im Erwachsenenalter lebhaft an das Gefühl, wie es war, das erste Mal auf seinem neuen Platz zu sitzen, mit neuen Schulkameraden und einem neuen Lehrer oder einer neuen Lehrerin? Oder wie es war, die Schultüte an die Brust gepresst und Mama oder Papa an der Hand haltend, das erste Mal durch die Eingangstür der Schule zu schreiten - mit dem aufregenden Gefühl, nun endlich dazuzugehören?

Der erste Schultag - eine Erinnerung fürs Leben

Genauso wie der erste Kuss oder das letzte Weihnachtsfest mit den Großeltern, bleibt auch der erste Schultag ein Leben lang in Erinnerung. Damit dies auch immer mit einem guten Gefühl verbunden bleibt, sollte der Schulanfang so problemlos und freudig wie möglich ablaufen. Hier sind natürlich vor allem die Eltern gefragt. Gerade sie können hier schon im Vorfeld Einiges tun, damit der erste Schultag eine schöne Erinnerung bleibt.

Was kann ich als Elternteil tun?

  • Offenes Gespräch

Reden Sie mit Ihrem Kind offen und ehrlich über seine Vorfreude, Ängste und Erwartungen. Dies hilft dabei, dass Ihr Sprössling sich positiv mit der neuen Situation vertraut macht und sich auf Dinge gefasst machen kann, die ihn eventuell erwarten. So kann manch falsches Bild, welches Angst und Unsicherheit verursacht hat, möglicherweise schon im Vorfeld wieder ins Positive gerückt werden und der ungetrübten Vorfreude Platz machen.

  • Morgendliche Abläufe und Schlafrhythmus

Damit Schule von Anfang an nicht mit morgendlichem Stress verbunden ist, hilft es, die neuen Abläufe schon in den letzten Ferientagen einzuüben. Der Schlafrhythmus Ihres Kindes lässt sich nicht von heute auf morgen auf Schule eichen. Je behutsamer er angepasst wird, desto weniger Stress für das Kind. Klären Sie, welche Aufgaben das Kind morgens in welchem Zeitrahmen selbstständig erledigt (anziehen, Zähne putzen, etc.), sprechen Sie Ihre Erwartungen an das Kind an und geben Sie ihm Raum, seine eigenen Wünsche und Erwartungen zu äußern. Gemeinsam lässt sich am besten definieren, wer wofür zuständig und verantwortlich ist. Wenn das Procedere in der Theorie festgelegt ist, probieren Sie es ein paar Tage lang aus. Das gibt dem Kind Routine. Und Routine bedeutet immer Sicherheit.

  • Struktur im Schulranzen

Die meisten Kinder sind stolz auf ihren Schulranzen, räumen ihn schon vor der Einschulung mehrfach aus und wieder ein. Gehen Sie auf diese spielerische Vorbereitung ein. Sehen Sie die Materialien durch, sortieren Sie mit ihm die Stifte im Federmäppchen immer wieder ein. Suchen Sie gemeinsam den besten Platz im Schulranzen für die Brotdose und für die Trinkflasche. Wiederum geht es um Sicherheit schaffende Routine.

  • Arbeitsplatz zu Hause

Auf der Checkliste für den Schulanfang stehen auch Vorbereitungen zu Hause. Bereiten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Arbeitsplatz vor, an dem es sich wohl fühlt und in Zukunft konzentriert seine Hausaufgaben erledigen kann. Alle notwendigen Arbeitsmaterialien sollten hier immer in Reichweite sein. Achten Sie darauf, dass der Schreibtisch immer aufgeräumt und einladend ist. Denn wenn vor den Hausaufgaben stets ein Aufräumen notwendig ist, trägt das nicht gerade zur Motivation bei. Gespielt wird an einem anderen Platz. Bedenken Sie auch, dass - je nach Kind - eventuell Platz für einen zweiten Stuhl eingeplant werden sollte, falls Ihr Kind Sie bei den Hausaufgaben anfangs bei sich haben möchte.

  • Schule "spielen"

Ihr Kind hat bereits vor dem Schulanfang einige Bilder im Kopf, wie Schule so ist. Diese hat es sich durch Bücher, Erzählungen von anderen Kindern, Erwachsenen und der Vorbereitung im Kindergarten gemacht. Es freut Ihr Kind gewiss, wenn Sie mit ihm Schule spielen. Schmieren Sie ihm ein Pausenbrot und stecken es gemeinsam mit dem Mäppchen und einem Heft in den Ranzen. Lassen Sie im Rollenspiel Ihr Kind in der Schule ankommen. Spielen Sie die Lehrerin und erteilen Sie ein, zwei kleine Aufgaben, die es mühelos bewältigen kann, wie beispielsweise einen Kreis, ein Dreieck und ein Viereck malen oder Ähnliches. Danach lassen Sie den imaginären Pausengong ertönen. Wie in der echten Schule soll Ihr Kind seine Brotzeit aus dem Schulranzen nehmen und den Raum verlassen. Dann machen Sie gemeinsam vor der Tür "Pause".

  • Schulweg

Für die meisten Kinder ist der Weg zur Schule der erste Weg, den sie selbstständig bewältigen. In den Kindergarten wurden sie in aller Regel noch begleitet. Jetzt ist Ihr Kind groß genug, um alleine in die Schule oder zur Schulbushaltestelle zu gehen. Doch das bedeutet nicht, dass der Schulweg ein Selbstläufer ist. Gehen Sie in den Wochen vor dem Schulanfang den Schulweg mehrfach gemeinsam ab, besprechen Sie Gefahrenstellen und beobachten Sie Ihr Kind im Straßenverkehr. Im Idealfall lässt sich in den ersten Tagen des Schuljahres eine "Laufgemeinschaft" bilden und Ihr Kind kann mit Nachbarskindern gemeinsam zur Schule gehen. Das steigert Motivation und Sicherheit. Übrigens: das Fahrrad sollte erstmal zu Hause bleiben. Bis Ihre Kinder ihre Fahrradprüfung bestanden haben (in der Regel in der vierten Klasse) gilt "per pedes" als sicherer.

 

 

Quellen: Besser_Bilden

Schnellsuche: Checkliste, Schulanfang
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.