Gesund im Winter - Tipp 4: Darf ich vorstellen, die sekundären Pflanzenstoffe

Möglicherweise haben Sie die Bezeichnung sekundäre Pflanzenstoffe schon einmal gehört, dann aber wohl eher im negativen Sinne. Denn auch schädliche Überltäter wie Nicotin oder Atropin gehören zu dieser Stoffklasse. Aber wie so oft, haben auch die sekundären Pflanzenstoffe zwei Seiten und sind daher schon lange besser als ihr Ruf. Viele von Ihnen spielen eine bedeutende Rolle beim Erhalt der Gesundheit und genau diese möchte ich Ihnen heute vorstellen. 

 

Sekundäre Pflanzenstoffe schützen nicht nur Pflanzen

Neben den primären Pflanzenstoffen, beispielsweise Kohlenstoffe (zu ihnen gehören auch die Ballaststoffe), Proteine und Fette, produzieren Pflanzen sekundäre Pflanzenstoffe. Diese dienen vor allem dem Schutz der Pflanze vor Krankheitserregern oder Fressfeinden, als UV-Schutz (Beta-Carotin) oder zur Festigung der Pflanze (Lignin).  

Bis vor wenigen Jahren untersuchten Wissenschaftler fast ausschließlich die schädlichen bzw. toxischen Wirkungen von sekundären Pflanzenstoffen. Doch in den letzten Jahrzehnten  begann man der vielfältigen, gesundheitsfördernden Wirkungen der sekundären Pflanzenstoffe Beachtung zu schenken. Sie helfen unserem Körper ein funktionierendes Immunsystem aufrecht zu erhalten, um Krankheiten vorzubeugen. Da es sich bei sekundären Pflanzenstoffen um rein natürliche bioaktive Substanzen aus unserer täglichen Nahrung handelt wirken sie auf ganz natürliche und wohltuende Weise. 

Einen besonders hohen Anteil dieser wertvollen bioaktiver Substanzen enthalten Pflanzen, die möglichst natürlich, unter optimalen Boden- und Nährstoffbedingungen gewachsen sind. Regionales Obst und Gemüse, welches voll ausgereift geerntet wurde ist hier besonders zu empfehlen.

 

Aktiv für unsere Gesundheit

Wenn wir von sekundären Pflanzenstoffen mit positiven Effekten für die Gesundheit sprechen, meinen wir in der Regel Polyphenole (wie Phenolsäuren und Flavonoide), Carotinoide und Sulfide. Viele von ihnen wirken anti-oxidativ, immunmodulierend, entzündungshemmend, anti-kanzerogen, blutdrucksenkend, und vieles mehr.  

 

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Als Beispiel eines sekundären Pflanzenstoffs mit zellschützender Wirkung möchte ich Ihnen heute Beta-Carotin vorstellen. Wir nehmen es mit unserer Nahrung auf. Es ist in der Lage die Infektionsabwehr an unseren Schleimhäuten zu verbessern. Die besten Beta-Carotin Quellen sind neben tiefgelbem und orangem Obst und Gemüse, wie z. B. Karotten, Kürbisse, Süsskartoffeln, Aprikosen, Mangos, Nektarinen, auch dunkelgrüne Gemüsesorten,  z. B. Grünkohl, Spinat, Brokkoli und Endiviensalat. 

Auch Phenolsäuren und Flavonoide, die Sie hauptsächlich in verschiedenen Kohlarten und Auberginen finden, haben vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen. So unterstützen sie beispielsweise nicht nur das Immunsystem, sondern wirken auch blutdrucksenkend, entzündungshemmend und antioxdativ. Da ich selber als Kind vor allem rohen Kohl nicht so besonders mochte musste ich mich an das Thema "Kohl" auch erst langsam herantasten und stellte fest, dass es köstliche Salatrezept mit Kohl gibt und dass er auch in grünen Smoothies ausgezeichnet schmeckt. Hier ist mein Liebling ein Smoothie aus Grünkohl (Stängel vorher unbedingt entfernen), Spinat, Mango, einer Banane, ein paar Spritzern Zitronensaft und Wasser. 

Achten Sie also Ihren Abwehrkräften zu Liebe in Zukunft auf die kleinen, kostbaren Helfer aus der Natur und sorgen Sie für eine abwechslungsreiche Ernährung, um genügend dieser sekundären Pflanzenstoffen zu sich zu nehmen. Versuchen Sie hierfür ausreichend frisches Obst und Gemüse, mindestens 5 Portionen am Tag, zu essen.

 

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